Zieht Euch warm an!

 

Älter sind sie geworden, die 68-iger, APO-Rentner und Ex-Hippies.
Bürgerlicher sind sie geworden mit ihrem Häuschen im Grünen, ihrem kleinen Wohlstandsbäuchlein und ihren erwachsenen Kindern. Man erkennt sie nicht wieder, aber sie bilden den Kern der bundesweit um sich greifenden Bewegung gegen Fluglärm. Schaut man sich um auf den Demos in Frankfurt, Berlin, München, Düsseldorf, Köln-Bonn und Leipzig, sieht man vor allem in Gesichter von über 50- und 60-jährigen. Entschlossen klingen ihre Sprechchöre und man wartet förmlich darauf, dass sie ihrer Generation zurufen: „Aufwachen, Leute! Ihr wisst es doch noch, was es heißt sich zu wehren!“ Zieht Euch warm an Ihr Luftfahrtlobbyisten, Wirtschaftsbosse und Politiker. Mit dieser Generation wird wieder zu rechnen sein.
Manfred T.

 

…Widerlicher Opportunismus, kein Rückgrat und eine extrem wirtschaftsfeindliche Forderung in der Region mit der höchsten Arbeitslosigkeit in Deutschland. Wer aus diesem Flughafen einen Provinzflughafen ohne Umsteigeverkehr und erweitertem Nachtflugverbot machen will, der hat überhaupt nichts verstanden und ist als Parteichefin einer Volkspartei nicht tragbar. Hier anbiedernd sehr egoistische Partikularinteressen und einige wohlhabende Eigenheimbesitzer zu vertreten ist unprofessionell und Klientel- und Parteipolitik von der übelsten Sorte. Die Entwicklung des Flughafens ist eine der wenigen und letzten Möglichkeiten für die Region, die rote Laterne in vielen Bereichen abzugeben. Einen anderen Flughafenstandort jetzt in die Dikussion einzubringen, ist unverantwortlich und sollte die Abwahl von Frau Ludwig zur Folge haben.

Die Entwicklung und der Bau eines neuen Flughafens (auch in Sperenberg) dauert in Deutschland 20 bis 30 Jahre! Und woher nimmt Frau Ludwig die weiteren Millarden? Um nicht falsch verstanden zu werden: Ein maximaler Lärmschutz für die wirklich Betroffenen und Flugrouten mit der geringsten Belastung sind selbstverständlich ! Aber wer auch immer, egal ob Bürgerinitiative oder Politiker ( egal welcher Partei) diesen Flughafen auf Regionalflughafenprovinzniveau zurechtstutzen will oder ihn ganz verhindern will, fügt Berlin und Brandenburg den größtmöglichen Schaden zu. Es ist ein Schnitt ins eigene Fleisch. Es bleibt zu hoffen, das hier im Sinne der 4.5 Millionen Bewohner der Region gehandelt und entschieden wird, die hier einen großen internationalen Flughafen wollen.

Leser-Kommentar zum Tagesspiegel-Artikel (24.08.2011)

 

…hören Sie doch endlich mit Ihrer Spinnerei auf. Sie kommen mir vor wie kleine Kinder, die mit den Füßen trampeln und sich auf den Boden werfen, wenn Sie nicht ihren Willen bekommen. Selbst fliegen wollen, aber die Folgen sollen die die anderen tragen.Da haben Sie überhaupt keine Hemmungen, sich vor den Karren von Kommunisten und Ex-Kommunisten spannen zu lassen.

Hätte man den Hauptstadtflughafen in Sperenberg gebaut, wären Sie wahrscheinlich die ersten, die sich über den langen Weg dahin beschwert hätten. Lassen Sie sich doch nicht von einem Haufen Berufsprotestierern vereinnahmen. Diese Bande verkommener Linken ist doch gegen alles. Hauptsache, sie können den Staat destabilisieren.Wenn diese Leute selbst an der Macht sind, sind sie die letzten, die die Bürger fragen. Siehe SED und Ostzone oder die ganzen sogenannten Volksrepubliken.

Detlef Schönfeld

 

…als Bürger des Bezirkes Treptow-Köpenick ich Sie darum bitten, sich uneingeschränkt für den Flughafen BER einzusetzen! Es kann nicht sein, dass lediglich ein paar Flugroutengegner – wie gestern am Müggelsee geschehen – ein Projekt diskreditieren, das schon heute einer Region mit fast vier Millionen Menschen zu Gute kommt. Meine zwei Kinder haben am Airport bereits heute Arbeit gefunden.

Eine Arbeit, die es vor wenigen Jahren nur in Frankfurt oder München gab. 50.000 Menschen waren allein auf dem Flughafenfest vor einigen Wochen. Dies sind bestimmt keine Flugrouten- oder Flughafengegner. Davon spricht niemand! Zum Thema Nachtflugverbot: Heute existiert in Schönefeld keinerlei Nachtflugverbot. In Tegel kann bis 23.00 Uhr gestartet werden. Und jetzt soll nach Schließung beider innerstädtischen Airports in Schönefeld, das auch heute noch für manche Berliner in Sibirien liegt, nur bis 22.00 Uhr geflogen werden dürfen? Das muss verhindert werden. Jahrzehntelang war Fluglärm in der Region überhaupt kein Thema (siehe Tempelhof-Debatte). Hier wird seitens der Medien etwas hochgekocht, was nicht dem Empfinden der Mehrheit der Bürger entspricht. Daran sollte sich auch die Politik orientieren. Und hier noch ein paar Fakten, die auch nie Erwähnung finden: – Schon heute fliegen Flugzeuge über den Müggelsee und auch Friedrichshagen (und über Potsdam und über den Wannsee und und und)?

Schönefeld ist nicht vom Himmel gefallen, sondern gehört zu den am stärksten wachsenden Airports in Europa! Ich empfehle einen Blick auf www.flightradar24.com – 70% der Abflüge nach DFS-Vorschlag werden gen Westen erfolgen. Von den restlichen 30% (alle 4 bis 5 Tage)wird nur jedes vierte Flugzeug den Müggelsee überqueren. Mittlerweile machen mir die sog. “Wutbürger” mehr Angst als jede noch so extreme Partei! Letzte sehen wirklich nur ihr eigenes Heim!

Michael Santer

 

Anm. der Redaktion: Wir verweisen auf die alte Weisheit der Cree-Indianer,
die heute aktueller denn je sein dürfte:
„Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluß vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen,
daß man Geld nicht essen kann.‘‘

 

 

 

  1. LG sagt:

    Bin doch schon sehr irritiert wie man so verantwortungslos sich selbst gegenüber und insbesondere gegenüber seinen eigenen Kindern sein kann. Das eigene Leben zu verkürzen ist legitim und niemand wird Sie davon abhalten, dass aber auf seine Kinder zu adaptieren ist lieb- und skrupellos. Ein Arbeitsplatz ist wichtig und steht außerhalb jeder Diskussion. Bewege mich dafür aber auch jeden Tag zwei Stunden, um hin- und zurückzukommen und bin zugunsten der Gesundheit meiner Kinder vom Flughafen sowie weit weg von vorgesehen Flugrouten weggezogen. Nebenbei habe mich für die nächsten 20Jahre noch verschuldet.
    Die Kommentatoren haben offensichtlich keine Ahnung von Fluglärm – sie können nur gekauft sein oder kommen aus den Reihen der Lobyisten. Nach 36 Jahren Leben in Siemensstadt weiß ich was Fluglärm ist und wovon ich spreche.
    Es wird der Tag kommen an dem Ihre Kinder Fragen werden – was hast Du getan!

    LG

  2. Bender sagt:

    Wenn man die Kommentare der Fluglärmfreunde liest, gehen einem die Schnürsenkel auf. Kann ein Mensch wirklich so bescheuert sein?
    Nein.Das können keine Betroffenen sein. Diese Briefe sind wahrscheinlich Fakes von beauftragten Stimmungsmachern. Sogar die Berliner Abendschau bringt jetzt Sendungen von bekloppten Tegelern, die am Flughafen wohnen und einen Orgasmus nach dem andern haben, wenn ein Flugzeug vor dem Fenster vorbeidonnert.
    Laßt euch nicht beirren. So wie die Atomlobby früher Millionen einsetzte für die Meinungsmache, so wird es analog wahrscheinlich auch jetzt infiltrativ arbeitende Interessenverbände geben. Ein normaler Mensch findet Fluglärm so attraktiv wie Kopfschmerzen. Leuten, bei denen das nicht so ist, kann man nur zu einer medizinisch-psychologischen Untersuchung raten.

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